Bald gehts los! Südostasien ruft!

Die Zeit verging wie im Flug. Jetzt sitze ich hier und kann es kaum glauben, dass es Samstag schon losgehen soll.

Ich schaue aus dem Fenster, und sehe den grauweißen Himmel, die kalte Luft, dann schweift mein Blick aufs Sofa, kurze Hosen und Bikinis liegen darauf. Komisches Gefühl, allein bei dem Gedanken jetzt mit Bikini herumzulaufen, bekomme ich Gänsehaut. Ganz zu schweigen davon, dass sich mein Körper demonstrativ mit Winterspeck für die kommende kalte Jahreszeit gewappnet hat. Sport machen wäre eine Idee, aber mein innerer Schweinehund kuschelt lieber im warmen Bett bei einer Tasse heißer Schokolade. Werd‘ in Asien schon genug unterwegs sein, denke ich mir. Aber meine Figur ist nicht meine größte Sorge. Mehr hoffe ich einfach, dass die ersten Tage, an denen ich ganz alleine unterwegs sein werde klappen werden: Der Flug ab Paris, der zweitägige Aufenthalt in Peking, und dann die erste Nacht in Bangkok. Dazu muss ich sagen, dass ich ein ziemlicher Pechvogel bin, das heißt wenn bei irgendjemanden was schief geht, dann bei mir! Sei es ich verpasse meinen Flug, mein Gepäck kommt nicht hinterher, oder sie lassen mich aus willkürlichen Gründen nicht ins Land einreisen. Ich werde euch auf jeden Fall berichten, ich wette wirklich, dass irgendwas nicht planmäßige läuft!. Aber ich hoffe einfach mal das Beste, und falls etwas passieren würde, dann wäre das ja auch irgendwie lustig, zumindestens im nachhinein. Aufregend wird es auf alle Fälle!

Ich zähle wirklich die Tage bis Samstag…Wenn mich momentan jemand fragt, was ich die Tage noch vor hab, antworte ich nur: „herumkriegen und warten“. Als wäre ich ein Gefangener des Winters, der am Samstag in die Freiheit, in den Sommer gelassen wird.

Ansonsten steht nur noch eins an: Rucksack packen. Ein paar Klamotten und ein riesiger Haufen Medizin liegen schon auf dem Sofa, doch ich trau mich noch nicht alles einzuräumen und dann den Rucksack aufzusetzen. Ich bin mir sicher, dass er viel zu schwer sein wird und ich mich von einigen Sachen trennen muss. Diese letzte Hürde werde ich auch noch meistern.

Ich schreib euch wieder wenn es los geht! Die Vorfreude ist riesig!! 🙂

Melt! 2014 und Gedanken

Dieses Festivalgefühl, frei sein, lachen, tanzen, Blümchen,Glitzer. Ja – dieses Jahr war es soweit, ich war das erste Mal auf dem Melt! Festival in Ferropolis. Und ich weiß nun definitiv, ich will wieder zurück! Es gibt mehr als nur Konventionen, Zwänge und der ganze alltägliche Ballast. Für 4 Tage war das alles vergessen, und es hieß nur eins: wir sind alle gleich und tanzen.. we melt together. Egal ob schwul, lesbisch, jung oder alt, jeder war auf dem Melt! willkommen.

Wäre es nicht schön, wenn man auch ein bisschen Festivalgefühl in den Alltag, in die Gesellschaft bringen könnte? Manchmal habe ich das Gefühl im alltäglichen Leben ist alles so vorprogrammiert, spießig und anonym. In der U-Bahn sitzen alle nur für sich, niemand mag über seinen Tellerrand schauen und niemand interessiert sich für andere außer für sich selbst. Vor allem nicht wenn der andere eine andere Hautfarbe hat, eine andere Religion oder sonst ganz anders ist. Wird es wohl irgendwann eine Zeit geben, in der Vorurteile über Bord geworfen werden und die Menschheit erkennt, dass wir alle gleich sind und miteinander leben müssen um zu überleben? IMG-20140721-WA0012